Genau in DIESEM Moment wird DIESES Blog genau zwei Jahre alt. Ein Grund mal auf die vergangenen Artikel zurück zu blicken und alte Geschichten mit dem Campingkocher aufzuwärmen – viel Spaß!
Januar 2008: Es ist nun gut ein halbes Jahr her, seit ich an meiner neuen Schule eine Ausbildung zum Medientechnischen Assistenten mache. Wenn ich mich so an die Zeiten zurück erinnere, dann hatten wir dort doch eine Menge Spaß, allerdings auch viel Stress – einen freien Nachmittag wegen Zeugniskonferenzen gönnte man uns allerdings nicht. Mich hat es allerdings nicht davon abgehalten, immer über abenteuerliche Ereignisse während der Busfahrten am Morgen oder Mittag zu berichten. So gab es mitunter doch sehr neugierige Busfahrer, die immer über alles informiert sein wollten oder auch desorientierte Fahrgäste, die nicht wissen, wie sie zum Bahnhof gelangen. Und auch wenn ich eines Tages morgens den gleichen Schulweg hatte, ereilte mich an jenem Tag ein ziemlich großer Schrecken, dachte ich doch glatt es würde mich ein LKW beim Burger King überfahren.
Da Busfahrten an sich ja doch auch mal langweilig sein können (jedenfalls nicht, wenn irgendwelche Kinder dummes Zeug reden), kommt man zeitweilen doch auf sehr kreative Ideen. Wenn man dann zu Hause nicht von einem nervigen Anrufbeantworter gestört wird, bereitet man sich geistig und mental auf eine Inventur bei einer großen Supermarkt-Kette vor. Der Artikel zu dieser Inventur fand große Begeisterung und katapultierte mich bei Google um einige Plätze nach oben. Ein Brief der Supermarkt-Kette allerdings verbot es mir, den Artikel in dieser Form weiter online zu halten. Er wurde von mir entfernt.
Im März 2008 war es dann soweit, dass mir doch ein kleines Detail aufgefallen ist: Wieso fahren hier so viele LKW von der gleichen Spedition herum? Hat das einen besonderen Grund? Ein Phänomen, dem ich – wie sich später heraus stellen sollte – nicht nur ein paar Tage nach ging… Aus dem Zählen der Borks ist eine Leidenschaft geworden die sich bis in das späte 2009 hinaus zog. Entgegen mancher Behauptungen konnte ich mich nach einem Angriff auf mein Trommelfell doch sehr wohl noch an die genaue LKW-Zahl erinnern.
Einen Monat später beschloss ich meinem Blog ein frisches Aussehen zu geben. Was genau geändert wurde weiß ich nicht mehr, aber es sah wohl doch anders als vorher aus. Während der Arbeiten an dem Design muss ich aber wohl eine große Mengen an Salzstangen gegessen haben, denn diese stellte ich ein paar Tage später als offizieller Lieblings-Knabbergebäck für Dodo-Vögel vor. Auch wenn ich nach übermäßigem Verzehr von besagtem Knusper-Spaß etwas neben der Spur wirke weiß ich immer noch sehr genau, dass man das Leben nicht zu bequem bestreiten sollte. Aus diesem Grund machte ich mich auch auf den Weg zur Insel.
Im Mai 2008 ergriff den Vogel ein doch sehr hartnäckiger grippaler Infekt, welcher erfolgreich mit einem Fertig-Lebensmittelprodukt bezwungen werden konnte. Ich war wieder voller Tatendrang, zählte Borks wie verrückt und verfiel in größte Begeisterung, als mein Bus endlich seine normale Fahrtroute ohne irgendwelche Umleitungen eingeschlagen ist. Nach meinem Jubiläum allerdings traf mein Dörfchen ein großes Unwetter, das nicht ganz spurlos an uns vorüber gegangen ist.
Der Juni 2008 war dann der Monat, in welchem mein Praktikum in Offenbach anfing. Mir hat die Arbeit dort sehr viel Spaß gemacht, weswegen ich das Praktikum auch spontan um weitere vier Wochen verlängert habe. Mit der Zeit in Offenbach kam aber auch die Begeisterung für die Technik der Deutschen Bahn und so freundete ich mich mit dem lieb reizenden Computer an, welcher mit einer markant weiblichen Stimme die Durchsagen für einfahrende Züge, etc. vom Stapel lässt – ihr Spitzname: Debby! War sie anfangs nicht so ganz auf der Höhe und leistete sich einen Fehler nach dem anderen, schien sie mit der Zeit immer mehr zu lernen.
Juli 2008 – Ein Monat voller Ereignisse. Antonia aus Tirol vergewaltigt meine Ohren, Debby kann endlich richtig englisch sprechen und es gibt ein großes Problem: Salzstangen-Flaute in Steinfurth. Außerdem wurde an unserem Bahnhof in Bad Nauheim der Vorplatz endlich fertig gestellt und die neuen Bussteig-Abfahrtsanzeigen in Betrieb genommen. Nachdem sich unter der Woche jemand charmant als S-Bahn vorgestellt hat, sorgten Wetter-Turbulenzen am Wochenende dafür, dass der – immer noch sehr gründlich gesäuberte – Grill am besten vor Windböen geschützt irgendwo anders aufbewahrte werden sollte.
Im August 2008 hatte ich dann den ersten Schultag in der zwölften Klasse. Ich erinnere mich immer noch an das satte und volle Klangerlebnis, dem wir alle zu Teil werden durften und freute mich auch auf die angekündigte 100.000 Euro Show, die sich allerdings als einzige Blamage und Fehlschlag entwickeln sollte. Wenige Tage nach dem Start der zwölften Klasse wurde ich zum Klassensprecher gewählt. Ich erinnere mich natürlich noch sehr gut an mein Amt, welches ich stets zur vollsten Zufriedenheit aller Klassenkameraden ausgeübt habe – auch, als unser Bus einen tragischen Unfall erlitt.
Völlig begeistert war ich dann im September mit Christian und Marcel bei der Blue Man Group, um noch mal das furiose Papier-Finale zu erleben, dessen Hintergrundmusik (I Feel Love) ich abgöttisch liebe. Auf eine Anmerkung für meine Nachbarn wurde ich sogar tatsächlich angesprochen, ich weiß nur nicht mehr von wem. Ich erkannte jedenfalls, dass Inka “Ich such dir ne Frau, helf dir beim Umzug oder steh sonst lieblos in der Umgebung rum” Bause nicht für die 100.000 Euro Show geeignet war.
Im Oktober 2008 wollte ich mal ein bisschen Abstand nehmen vom Bloggen. Allerdings brachte mich ein Suizid-Fall trotzdem dazu, außerplanmäßig etwas zu schreiben.
Pünktlich zum 1. November 2008 nach der Blog-Pause – ich war sehr kreativ – wurde die Ausrichtung wieder etwas geändert. Aus “welcome to my life” wurde “ein bisschen anders“. Außerdem war ich mit Christian in Köln bei der Chartshow und filmte mit der Klasse einen Kurzfilm über unsere Ausbildung. Ich kann mich auch noch gut an die Uri Geller Show erinnern, in welcher man munter mit den Marsmännchen gemailt hat und an jenen Tag, an welchem das Gerüst am Bahnhof etwas schiefer als sonst in der Luft hing.
Im Dezember 2008 wunderte ich mich dann darüber, welche Busfahrer man bei der HLB beschäftigt und dass sich Fahrgäste im Bus gerne über Hackbraten unterhalten. Außerdem gab es einen Bericht zu meinem Besuch bei “Schlag den Raab“, wo ich ebenfalls wieder mit Christian und Marcel anwesend war.
Das neue Jahr 2009 begann dann nicht so ganz erfreulich. Wegen arktischer Temperaturen kam es dazu, dass ich mal kurz mit dem Boden geschmust habe. Die verblasste Tante hat das allerdings nicht gestört.
Im Februar gab es dann bis auf einen Hinweis, dass im Januar etwas Schreckliches passiert ist, keinen Beitrag. Im März 2009 meldete ich mich dann mit einem DodoBlog Spezial zurück aus der Blogpause: Wir hatten einen Wasserrohrbruch (und in diesem Jahr nicht der einzige). Ich feierte noch ein Jahr Bork Zählung nach und hielt für die Nachwelt fest, dass es zum ersten Mal in meinem Leben einen Bus-Defekt gab.
Im April geschah bis auf einen erneuten Besuch bei “Schlag den Raab” nicht viel – ich ging über in eine weitere Blogpause.
Im Mai war ich zusammen mit meinen Geschwistern im Kino zu Star Trek 11 und gab ein kleines Feedback ab, damit ich etwas im Blog drin stehen hatte. Auch über die Panne beim Prominentenspecial von “Wer wird Millionär?” habe ich etwas geschrieben.
Im Juni 2009 erreichte mich eine unerwartete Sendung: Die Spedition Bork erlangte von meiner Zählaktion der Bork-LKW Kenntnis und schenkte mir eine Miniatur-Ausgabe einer ihrer LKW zu. Ich habe mich sehr über dieses Geschenk gefreut. Zu meiner großen Verwunderung stelle ich gerade fest, dass ich nichts über meinen Schulabschluss bei der Technikerschule Butzbach geschrieben habe, den ich im Juni in Form von Prüfungen erfolgreich erhalten habe.
Auch die Entlassung Anfang Juli 2009 erwähnte ich nicht in meinem Blog, stattdessen zierte nur ein kleiner Beitrag über Twitter meinen Blog in diesem Monat.
Auch im August hatte ich nicht viel zu schreiben, obwohl ich doch in diesem Monat mein sechsmonatiges Praktikum in Offenbach angefangen hatte.
Im September geschah nichts. Kein Hinweis, kein Artikel. Stattdessen gab es nur kurze Mitteilungen von mir über Twitter.
Im Oktober dann wurde eine Ära beendet: Der 500. Bork LKW wurde gesichtet und ich beschloss, die Zählaktion damit einzustellen. Ich habe seitdem übrigens keinen LKW mehr gesehen, da ich ja seit Juli 2009 nicht mehr in Butzbach gewesen bin. Die fehlenden LKW wurden an unterschiedlichen anderen Orten gesichtet. Über die neue Version von vBulletin habe ich mich auch etwas ausgelassen. Meine Meinung dazu hat sich eigentlich kaum geändert. Ich warte erst mal ab, was mit der Version noch so passiert.
Ursprünglich hatte ich für Ende Oktober 2009 den Relaunch meiner im Laufe des Jahres übernommenen Projekte TVBlogger.de und TVWiki.de durchführen wollen. Zeitliche Engpässe und eine etwas zu hart geplante “Roadmap” waren der Grund dafür, dass der Relaunch verschoben werden musste. Er ist zwar immer noch nicht durchgeführt worden, aber es wird mit Hochdruck daran gearbeitet. So hatte ich dann auch im November 2009 nichts zu berichten.
Im Dezember vergangenen Jahres dann überkam mich mal wieder die Lust, etwas im Blog mitzuteilen. So habe ich in guter alter Manier mal wieder über die Deutsche Bahn hergezogen und festgehalten, dass es in Frankfurt am Main Hauptbahnhof (tief) auch durchfahrende Züge an den S-Bahn-Gleisen und andere Kuriositäten gibt. Dies stellte sich natürlich als fehlerhafter Eintrag im Informationssystem heraus und wurde eine Woche darauf behoben. Auch die etwas überfüllte S-Bahn von Offenbach aus habe ich für die Nachwelt dokumentiert.
Und als hätte es nicht schon gereicht, hatten wir kurz vor Weihnachten dann einen erneuten Wasserrohrbruch an der gleichen Stelle. Ich war Tage vorher schon etwas besorgt weil es wieder so kalt geworden ist und habe sicherheitshalber meine wertvollsten Gegenstände in Sicherheit gebracht. Meine Vorahnung hat sich dann am 21. Dezember 2009 in die Tat umgesetzt. Der Schaden war dieses Mal aber deutlich geringer, als zuvor. Nun haben wir eine endgültige Bestätigung, dass die Wasserrohrleitung blind gelegt ist (was sie eigentlich schon nach dem ersten Wasserrohrbruch hätte sein sollen) und die Gewissheit, dass dort nichts mehr passieren kann.
An meinem Geburtstag am 13. Januar 2010 kam der Gutachter der Versicherung vorbei und begutachtete den Schaden. Ironie des Schicksals: Am 13. Januar 2009 hatten wir unseren ersten Wasserrohrbruch…
Was ist sonst passiert? Wie gesagt, ich bin 20 Jahre und das Blog zwei Jahre alt geworden. Für mich stellt sich die Frage, wie ich im Internet weiter machen soll. Neben den Relaunchs meiner TV-Projekte stehen unter Anderem auch weitere Projekte an: Steinfurth-Online soll in diesem Jahr neu starten (die Homepage ist seit 2009 nicht mehr verfügbar). Außerdem soll dodomedia.de endlich online gehen.
Ende Januar 2010 ist mein Praktikum in Offenbach zu Ende. Das hält mich allerdings nicht davon ab, weiterhin dort zu arbeiten. Ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben, weswegen ich ab 1. Februar 2010 nun “offiziell” Mitarbeiter von four for business bin. Bis zu meinem Studium in der zweiten Jahreshälfte werde ich dort also erst nochmal mit OXID und Contenido beschäftigt sein.

