Doch den größten Konkurrenzkampf haben die Fernsehsender unter sich. Schätzungen zufolge werden 400 Millionen Menschen weltweit die Olympischen Spiele im Fernsehen verfolgen, wovon schon gut 25 Prozent Chinesen sind. CCTV, der führende Fernsehsender in China, hat seit vielen Jahren das Monopol für die Übertragung von internationalen Sportereignissen. Dadurch erlangte der Sender viel Profit, denn auch ein Fernsehsender geht nicht sparsam mit Werbekosten und Sponsoring um. Die Athen-Olympiade sollen über 50 Millionen Euro Gewinn gebracht haben. Doch diesmal soll sich etwas ändern. Der Lokalsender BTV möchte ebenfalls profitieren und konkurriert mit CCTV5 im täglichen Kampf um die anspruchsvollsten und informativsten Formate – die Sender übertrumpfen sich selbst immer wieder.

Doch das Internet macht keinesfalls Halt vor den Olympischen Spielen. Zahlreiche Portale, Homepages und Blogs zu den Olympischen Spielen 2008 haben sich aufgetan und wollen jeweils die aktuellste und schnellste Berichterstattung haben. Das Internet bietet den Vorteil, die Inhalte auf der ganzen Welt zu präsentieren, während Fernsehsender nur örtlich begrenzt empfangbar sind. Besonders unter den Portalen SOHU.COM und SINA.COM ist ein wahrhaftiger Krieg entfacht. SINA.COM als Sportportal Nummer eins wird vermutlich starken Besucherverlust hinnehmen müssen, da SOHU.COM mit den engen Kontakten zur BOCOG weitaus attraktivere Inhalte wie zum Beispiel Video-Interviews anbieten kann. Andere Portale wie QQ.COM und TOM.COM nutzen ebenfalls ihre Chance der Olympischen Spiele und wollen möglichst viele Besucher auf ihre Seiten locken, denn auch hier gilt: Viele Besucher, viele Anzeigenschaltung, viel Geld!

Die Olympischen Spiele 2008 haben das Medienleben in China und besonders in Beijing und den umgebenden Regionen stark verändert. Konkurrenzkampf ist ausgebrochen und auch die Möglichkeit, mit Werbung, Sponsoring oder sonstigen Anzeigen im Fernsehen und/oder im Internet viel Geld zu verdienen wächst immer mehr.
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